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Sarawak Culture Village


Culture VillageVersteckt am Fuße des Mount Santubong, ca. 35 km entfernt von Kuching, liegt Sarawaks faszinierendes kulturelles Vorzeigeprojekt,das "Sarawak Culture Village".

Dieses "lebende" Museum stellt das Erbe der wichtigsten Kulturkreise in Sarawak dar, und auf dem ca. 56656qm² großem Gelände wird inmitten äquatorialer Vegetation deren Lebensart und Lebensweise geschildert.

Nur hier ist es möglich, die ethnische Vielfalt auf einen Blick zu sehen. Die hier noch in Handarbeit hergestellten Utensilien oder Kleidung, wie z.B. Kain Songket (malaysische Tücher mit goldenen Intarsien), Pua Kumbu ( Textilien der Iban Hausfrauen), Melanau Terendak (Sonnenhüte), Bidayuh tambok (Bastkörbe) Iban parang (Schwerter), Orang Ulu (Holzschnitzereien) und chinesischer Keramik, sind sowohl verblüffend als auch verlockend anzuschauen.

Culture Village

Die 45 Minuten lange kulturelle Vorführung von Gesang und Tänzen ist etwas, daß niemand während seines Aufenthaltes in Sarawak verpassen sollte.

Weitere Attraktionen im Sarawak Culture Village, sind die wieder im Original aufgebauten Behausungen der unterschiedlichen Lebensweisen und Bauweise.

Bambus in Hülle und Fülle!
Schnitzereien, Musikinstrumente, Brücken, Bodenbeläge und Hauswände, alles aus Bambus....Willkommen im Bidayuh Longhouse! Kriegstrommeln und Gongs begrüßen den Besucher im Barok, dem runden Haupthaus. Jeder Besucher bekommt den Rhythmus der ländlichen Aktivitäten durch die Geräusche von zerquetschtem Zuckerrohr, ungeschältem Reishämmern und Reisworfeln mit. Einfach nur Spaß haben.

Die Rasse der Bidayuh zählt 8,4% der Gesamtbevölkerung von Sarawak, und die Bidayuh leben vorwiegend in den Flußgebieten von Sarawak. Die ersten Reisenden aus Europa gaben den Bidayuh den Namen "Land Dayaks", weil sie am Fuße der Kalksteinberge nahe dem Wassereinzugsgebiet von Westsarawak lebten, das damals von den Holländern besiedelt war.

Viele der Einheimischen leben wie ihre Vorfahren immer noch in Langhäusern. Dieses "Dorf" gibt den Bewohnern einen großen Zusammenhalt und eine enge Beziehung untereinander, da alle Wohnungen und die Dorfstraß sich unter einem Dach befinden. Die Bidayuhs, einschließlich der Jagoi, Biatah, Bukar-Sandong, Salakau und den Laras aus dem Westen von Sarawak, bauten ihre Häuser wie eine riesige Treppe an einen steilen Hang hoch. Dies war teils zum Schutz vor plündernden Feinden, teils, aber viel wichtiger, um frisches und reines Wasser aus den Bergen zu bekommen.

Das von den Bidayuh eingenommene Terrain wurde mit raffinierten Systemen der schwerkraftgeführten Wasserversorgung bebaut. Ein kleiner Fluß wurde oberhalb dem Langhaus aufgestaut und durch Bambusrohrleitungen das Wasser in das Langhaus geleitet.

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"Nama berita?" "Was gibt es für Neuigkeiten?" Und schon ist man in die freundliche Umgebung des Iban Langhauses mit Trommeln und Gongs, Webereien, dem Tuak (Reiswein), und den am Eingang hängenden Schädeln, den Schrumpfköpfen, die von vergangenen Tagen Geschichten erzählen, eingedrungen.

Die Rasse der Iban, auch "Sea Dayaks" genannt, bauten ihre Langhäuser für den Zeitraum von 15?20 Jahre, oder bis das umgebende Ackerland nichts mehr für die Ernte hergab. Dann packten sie ihre Habe, Güter und Ware und zogen am Fluß entlang landeinwärts, oder an der Küste entlang. Dort wo immer gutes Ackerland vielversprechend aussah, wurde das nächste Langhaus gebaut. Die Iban stellen ca. 1/3 der Bevölkerung dar. Einige leben mittlerweile in Städten oder in Eigenheimen. Der Großteil jedoch bevorzugt immer noch das Langhaus.

Ein traditionelles Langhaus wird aus gefälltem Holz gebaut, wobei die Stämme mit einer Kriechpflanzenfaser verschnürt werden, und das ganze dann mit einem Blätterstrohdach gedeckt wird. Es wird fast immer in der Nähe des Ufers eines schiffbaren Flusses gebaut, und die Besucher kommen vom Bootsanleger über einen eingekerbten Stamm der als Treppe dient in das Langhaus. Auf der Veranda des Langhauses, welche durch das ganze Haus verläuft, sieht der Besucher Szenen aus der Gemeinschaft und der häuslichen Aktivitäten der Iban.

Mehrere Eingänge führen von der äußeren zur inneren Veranda die auch unter dem Dach liegt. Die innen liegende Veranda ist auch gleich die "Hauptstraße" des Langhauses, wo auf der einen Seite auch die Wohnungen der Familien sind. Der Besucher wird eingeladen auf einer der Matten Platz zu nehmen um sich mit dem Dorfältesten zu unterhalten. Nach und nach kommen andere Familien aus ihren Wohnungen und es kommt immer ein gutes Gespräch zustande, wobei die Iban immer gerne von ihren Jagderlebnissen erzählen. Ganz interessant wird es, wenn der Dorfälteste nach Aufforderung seine Tattoo’s erklärt.

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"Nicht aus dem Mund blasen, sondern aus der Brust und dem Bauch heraus." So erklärt der Penan Krieger die Kunst mit dem Blasrohr zu schießen. Die Besucher können zusehen, wie die Blasrohre hergestellt werden, und die Penan zeigen den Besuchern wie mit den Blasrohren geschossen wird. Die Penan sind die letzten Jäger und Sammler: ergo, die letzten Waldnomaden.

Das schüchterne nomadische Volk des Dschungels, die Penan, leben in dem dichten und reinen Dschungel von Zentral Borneo, zwischen den wertvollsten Holzressourcen des Staates. Manche kommen heraus und lernen wie die Äcker zu bestellen sind, andere bevorzugen immer noch ihr Nomadenleben.

Die Unterstände der Penen sind schnell gebaut, und geben Unterschlupf für einige Wochen oder Monate. Sie sind nahe an wilden Sagobäumen gelegen, da Sago das Hauptlebensmittel der Penen ist. Nachdem die Sagobäume abgeerntet sind, zieht die Familie weiter.

Eine andere, sehr große Kunst der Penen, ist die Herstellung und die genaue Benutzung der Blasrohre. Ein Holzstab von bestimmter Länge wird auf einer Plattform befestigt, und durch geduldige manuelle Arbeit ausgehöhlt. Dann wird das Blasrohr noch mit Beil und Messer getrimmt und verziert, und zum Schluß poliert. Das Loch wird durch hindurchziehen von Rattan von innen geglättet.

Die Blasrohrmunition (Pfeil) besteht am Ende aus einem Weichholzpropfen, während der Pfeil und die Spitze aus Hartholz hergestellt werden. Das Pfeilgift wird aus dem Saft des Upas Baum gewonnen, und wird sorgfältig, zu der Beute passend, verabreicht.

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Die Kayan, die Kenyah, die Kelabit, die Lun Bawang und andere kleine Stämme....dies sind die Orang Ulu, eine sanfte und anmutige Menschengruppe, was sich auch in ihren Liedern, ihrer Musik und ihren Tänzen widerspiegelt. Die Orang Ulu machen 5.5% der Gesamtbevölkerung aus.

Der Besucher setzt sich zusammen mit den freundlichen, handwerklich geschickten Frauen auf die Veranda des Orang Ulu Langhauses, und schaut den Frauen bei ihrer Perlenarbeit zu. Dabei werden im Hintergrund immer die melodiösen Klänge der Sape (ein Saiteninstrument) gespielt. Eine andere interessante Tätigkeit der Orang Ulu ist die Kunst den Körper mit Tatoo’s auszustatten, besonders mit Bildern ihres parang ilang, ihrem kämpferischen Schwert, und dem klirieng, ihrem Totempfahl.

In der Vergangenheit waren die Ulu in den Regionen berühmt für ihre Schwert Schmiedekunst. Aus dem in der Region gefundenem Erz wurde das Eisen extrahiert, und schmiedeten daraus ausgezeichnete Klingen die dann in den kalten Bergströmen angelassen wurden.

Traditionell wurde ein Orang Ulu Langhaus aus solidem Hartholz für viele Generationen gebaut. Viele Menschen dieser Rasse haben sich, nachdem die Schmiedekunst nicht mehr so ertragreich war, der Landwirtschaft verschrieben, und haben eine eigene Reisfeldbewässerung entwickelt, die heute von vielen anderen Stämmen übernommen wurde. Diese Entwicklung machte die Suche nach neuem Land unnötig.

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Der Besucher kann sich im Melanau Tall House von übertriebenen Geschichten, von Geistern und Dämonen unterhalten lassen. Der Besucher kann auch die große Schaukel ausprobieren; diese Schaukel, auch Tibau genannt, wird als ein Fruchtbarkeitsritus während des Pesta Kauls verwendet. Beobachten Sie die stufenweise Verarbeitung des Sagos und probieren Sie die Endprodukte: Sagoperlen und Sagokekse.

Die Melanau machen 5.8% der Bevölkerung aus, und lebten meistens in den zentralen Küstenregionen nahe dem offenen Meer, und dadurch leider auch in Reichweite der Piraten. Aus diesem Grund, zum Selbstschutz, bauten die Melanaus massive Häuser, wobei die unterste Ebene 40 Fuß über dem Boden liegt, und die Verteidigung gegen die Piraten von oben möglich war.

Die Melanaus unterscheiden sich von den anderen Völkern Borneos in einem wichtigen Punkt: anstelle von Reis essen sie lieber Sago. Sagopalmen wuchsen ursprünglich wild in den Sumpfgebieten an der Küste, aber die Melanau kultivierten diese Pflanzen. In der 10 Meter hohen Sagopalme sammelt sich die Stärke in den Kernen, und kurz vor dem Blühen der Palme wird rechtzeitig geerntet.

Der Kern wird zu einem Brei gerieben, der dann in einem langen hölzernen Trog eingeweicht wird. Nach einiger Zeit beginnt die Sagostärke durch die Bodenmatte durchzusickern. Der Rest des Breis aus dem Trog wird getrocknet und anschließend zu Mehl gemahlen woraus dann Brot, Kekse und die Sagoperlen gebacken werden.

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"Selamat Datang!" Willkommen! Und noch viele andere Wörter lernt man schnell in dem Malay House. Nehmen Sie sich etwas Zeit um in der gastfreundlichen Umgebung sich die vielen traditionellen Spiele und andere Geschicklichkeiten anzuschauen.

Das Haus einer malaiischen Familie ist freundlich strukturiert, und damit dem tropischen Klima gut angepaßt. Wie alle anderen örtlichen Häuser, ist es aus Holz gebaut. Seit ca. 1860 beauftragten die führenden malaiischen Familien professionelle Bauunternehmer, sehr oft waren es die Chinesen, um ihr stattliches Haus zu bauen. Einige wenige der damals gebauten Häuser sind auch heute noch in der Jln. Ajibah Abol in Kuching zu sehen.

Egal ob bescheidene oder stattliche Häuser, alle haben bestimmte charakteristische Merkmale. Sie sind alle auf Stelzen gebaut, und der Besucher nähert sich dem Eingang von vorne über die Treppe. Er kündigt seine Gegenwart an, bevor er die Veranda erreicht. Der Besucher sollte so lange warten, bis ihn jemand aus dem Haus begrüßt, willkommen heißt und herein bittet.

Das vordere Zimmer, das die gesamte Breite des Hauses aufnimmt, ist für offizielle Anlässe oder die Unterhaltung für Gäste bestimmt. Fenster die bis zum Fußboden reichen geben den Personen in dem Raum immer eine frische Brise. Die Treppe, die Fensterrahmen, die Bretter unter dem Dach und die Belüftungsroste sind mit großem künstlerischem Geschick verziert.

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Die ersten chinesischen Siedler in Sarawak, die Hakka, brachten Cha Kiak, die traditionellen chinesischen Holzschuhe, die außen an der Farm zur Schau gestellt wurden. Der typische "Sarawak Chinese" hält alle Regeln und Gesetze ein. Dieses ist immer noch ein Tribut an den Pioniergeist und Anpassungsfähigkeit dieser Menschen. Außerhalb des Hauses ist der Pfeffergarten, der an keiner chinesischen Farm fehlen darf.

Die Herkunft der chinesischen Farmer in Sarawak ist wahrscheinlich Hakka oder Foochow. Diese abgehärteten und sparsamen Menschen wanderten im frühen 19ten Jahrhundert auf Grund einer Einladung des Radschas in Sarawak ein. Dieser Radschah hatte die Vision: einen festen Landwirtschaftsmittelstand in seinem Land aufzubauen. Viele Chinesen kamen, die meisten blieben. Aus diesem Grund haben die Chinesen einen Anteil von 33.3% der Bevölkerung. Die blühenden Gärten an beiden Seiten der Straßen innerhalb und außerhalb von Kuching, sind fast ausschließlich von den Hakka kultiviert worden.

Ungleich aller anderen Behausungen, ist das chinesische Farmhaus ebenerdig angelegt. Der Fußboden ist festgetretene Erde, das Holz der Wände ist weiß getüncht, und das Dach ist mit Strohblättern belegt. Das Haus ist in zwei Hauptteile eingeteilt: der Wohnbereich mit Küche, Eßzimmer und Schlafzimmer; und dem Arbeits- und Lagerbereich für landwirtschaftliches Maschinengut oder auch alles andere was nicht gerade in den Wohnbereich gehört.

Einen ganz wichtigen Platz im Wohnbereich ist der hauseigene Schrein. Ein Bild oder eine Statue des Gottes der von der Familie verehrt wird ist hier angesiedelt, umgeben von Räucherstäbchen, Kerzen, kleinere Tassen gefüllt mit Tee und andere jahreszeitliche Dinge die dem Gott geopfert werden. Der Eingang in das Farmhaus ist sowohl an den Seiten wie auch über Kopf mit roten Bändern geschmückt, auf denen Sprüche stehen, um die bösen Geister von diesem Haus fernzuhalten.

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